Mehr als Optik - Bauphysik im Bodenbelag

Bodenbeläge prägen die Atmosphäre eines Raums optisch, aber auch in Bezug auf das Raumklima. Deshalb soll der Fußboden nicht nur gut aussehen, sondern muss für ein gutes Wohngefühl verschiedene bauphysikalische Anforderungen erfüllen.

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  • Fußbodenbeläge – jeder Belag hat andere Eigenschaften
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  • Teppichboden für ein behagliches Wohngefühl

Brandschutz

Brandschutzanforderungen spielen in jedem Gebäude eine wichtige Rolle, Baustoffe wie Bodenbeläge sind nach DIN EN 13501 in verschiedene Klassen eingeteilt, je nachdem, wie sie sich im Brandfall verhalten. Im privaten Wohnungsbau gilt für Fußböden die Brandklasse Efl, das entspricht der Brandschutzklasse B2, normal entflammbare Bauprodukte aus der alten DIN 4102. Die Brandklasse Efl erfüllen die meisten gängigen Bodenbeläge.

Schallschutz

Schallbelastungen, zum Beispiel durch Trittschall entstehen dann, wenn ein Körper in Schwingung gerät oder Geräusche durch die Luft übertragen werden. Durch den Aufbau des Fußbodens wie auch durch die Wahl des Bodenbelags kann der sogenannte Trittschallpegel positiv beeinflusst werden und Geräusche „von oben“ werden gedämpft. Grundsätzlich gilt: harte Bodenbeläge wie Fliesen oder Laminat übertragen Trittgeräusch besonders gut, weiche Bodenbeläge wie Teppich oder Kork dämpfen die Geräusche. Um den Schallschutz eines Fußbodens zu erhöhen gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten: ein schwerer Untergrund, der nur schwer in Schwingung zu versetzen ist oder eine schalltechnisch entkoppelte Fußbodenkonstruktion, die die Übertragung verringert.

Wärmeschutz

Damit ein Fußboden nicht fußkalt wird und man sich nur mit dicken Hausschuhen wohlfühlt, muss beim Bodenbelag auch der Wärmeschutz berücksichtigt werden. Im Vergleich zu Fliesen oder Laminat sorgen flauschige Teppichböden, Kork oder auch Holz für einen behaglichen Fußboden. Doch ebenso wichtig ist, dass der Fußboden, bzw. die Geschossdecke gut gedämmt ist und es nicht durch Fenster oder Türen zieht.

Feuchteschutz

Der Feuchteschutz spielt insbesondere in Küche und Bad eine wichtige Rolle, hier muss ein feuchteunempfindlicher Belag gewählt werden, zum Beispiel Fliesen oder feuchtraumgeeignetes Laminat. Bei richtiger Verlegung und Behandlung eignet sich auch Holz als Bodenbelag, weniger gut geeignet sind Kork oder Teppichboden. Wichtig in Feuchträumen ist außerdem eine Abdichtung zwischen Fußboden und Untergrund, damit sich dort kein Wasser sammeln und die Bausubstanz schädigen kann. 


13.11.2019 16:09 Alter: 27 Tag(e)

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